Toby Rzepka - 2026 No. 110
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Über den Gitarrenbauer
Toby Rzepka begann seine Laufbahn als Gitarrenbauer im Jahr 2001 nach einer Ausbildung bei Walter Stanul an der School of the Museum of Fine Arts in Boston. Seine handwerklichen Fähigkeiten vertiefte er anschließend in der Werkstatt des amerikanischen Gitarrenbauers Stephan Connor, wo er sich intensiv mit modernen Konzepten des klassischen Gitarrenbaus auseinandersetzte.
Auf der Suche nach einem breiteren historischen Verständnis des Instrumentenbaus studierte Rzepka später am West Dean College of Arts and Conservation in England. Dort spezialisierte er sich auf den Bau von Instrumenten der Barock- und Renaissancezeit. Für seine Arbeit wurde er 2008 mit dem President’s Award sowie einer Auszeichnung mit Distinction geehrt. Diese Ausbildung verbindet in seinem Werk historische Kenntnisse mit einer offenen Haltung gegenüber zeitgenössischen konstruktiven Ansätzen.
Rzepka versteht den Gitarrenbau als ein Handwerk, das sich stetig weiterentwickelt. Seine Instrumente verbinden klassische ästhetische Elemente mit modernen strukturellen Ideen und verfolgen das Ziel, neue klangliche Möglichkeiten innerhalb der traditionellen Form der Konzertgitarre zu erschließen.
Über die Gitarre
Diese Gitarre aus dem Jahr 2026 zeigt Toby Rzepkas moderne Herangehensweise an den Bau der Konzertgitarre. Die Kombination aus Fichtendecke und Boden und Zargen aus indischem Palisander bildet die Grundlage für ein Instrument, dessen Konstruktion auf Projektion, Sustain und klangliche Tiefe ausgerichtet ist. Zur Bauweise gehören auch moderne Elemente wie ein seitliches Schallloch sowie ein erhöhtes Griffbrett, die die akustische Effizienz und die unmittelbare Ansprache des Instruments unterstützen.
Der Klangcharakter ist deutlich dunkel und rund geprägt. Die Bässe entwickeln eine ausgeprägte Tiefe, während der Ton insgesamt weich im Ansatz bleibt und von einer reichen Obertonstruktur getragen wird. Anstelle einer stark brillanten Ansprache bevorzugt das Instrument eine warme, geschlossene Klangfarbe, die auch bei kräftigerem Anschlag ihre Geschmeidigkeit bewahrt.
Trotz dieses dunklen Grundcharakters verfügt die Gitarre über eine starke Projektion und eine große dynamische Bandbreite. Durch Veränderungen der Anschlagsposition lässt sich das Klangspektrum erweitern und bei Bedarf heller gestalten, ohne den charakteristischen warmen Grundton zu verlieren. So entsteht ein kraftvolles modernes Konzertinstrument mit eigenständiger klanglicher Identität und vielseitigen Ausdrucksmöglichkeiten.
Regelmäßige Pflege verlängert die Lebensdauer des Instruments
Auch bei sorgfältigem Gebrauch kann sich das Aussehen einer Konzertgitarre allmählich verändern oder sie kann auf ungleichmäßige Lagerbedingungen reagieren. Schaue Dir Deine Gitarre regelmäßig genau an und achte auf Veränderungen. Wenn Dein Instrument unter den äußeren Einflüssen leidet, wird es Dich darauf aufmerksam machen.
Schütze Deine Gitarre: Gehe vorsichtig damit um
Sei vorsichtig, wenn Du Dein Instrument mit fettigen oder ungewaschenen Händen berührst: Jeder Hautkontakt greift den Lack an. Natürlich ist eine Gitarre zum Spielen da, aber einige Vorsichtsmaßnahmen tragen dazu bei, ihre Schönheit zu bewahren: Waschen Deine Hände vor dem Spielen, trage lange Ärmel und vermeide unnötigen direkten Hautkontakt mit dem Korpus des Instruments.
Profi-Tipp: Vermeide es, mit einem Hemd, schwerem Schmuck oder einem Gürtel zu spielen, da diese die Gitarre zerkratzen können. Stelle außerdem sicher, dass Der Gitarrenkoffer frei von Gegenständen ist, die das Instrument während der Lagerung beschädigen könnten.
Saitenpflege
Eine gute Angewohnheit ist es, die Saiten nach jedem Spielen kurz abzuwischen. Diese kleine Maßnahme verlängert ihre Lebensdauer erheblich und sorgt für ein gleichmäßiges, angenehmes Gefühl unter den Fingern.
Saubere Saiten sind für die Stimmung Deines Instruments unerlässlich. Korrosion, Schweiß und Staub können die Gleichmäßigkeit der Saiten beeinträchtigen und die genaue Stimmung über das gesamte Griffbrett beeinträchtigen.
Profi-Tipp: Wenn Du Probleme hast, Deine Gitarre zu stimmen, ist es möglicherweise an der Zeit, die Saiten zu wechseln. Ein nützlicher Test ist, die Tonhöhe des Obertons am 12. Bund mit der gegriffenen Note am 12. Bund zu vergleichen. Besteht ein ungewöhnlich großer Abstand zwischen den beiden, haben die Saiten möglicherweise ihre Integrität verloren und sollten ersetzt werden.
Sorge für den Glanz Ihres Schellack-Finishs!
Du hast eine Gitarre mit Schellack-Finish (Schellackpolitur)? Hier ein einfacher Trick: Nehmen ein sauberes Mikrofasertuch und hauche sanft auf die Oberfläche, um einen leichten Nebel zu erzeugen. Reibe anschließend sanft, um Fingerabdrücke, Schweiß und Fett zu entfernen. Das reicht normalerweise schon aus, um die Gitarre in Topform zu halten – ganz ohne Pflegeprodukte!
Profi-Tipp: Gönne Deiner Gitarre alle paar Jahre einen Check bei einem Gitarrenbauer, um sie in Topform zu halten.
Lagerung Deiner Gitarre: Das Klima ist wichtig
Deine Gitarre kann sicher außerhalb ihres Koffers bleiben, solange die Umgebungsfeuchtigkeit 42–55 % und die Temperatur zwischen 18–25 °C beträgt.
Bedenke, dass die Luftfeuchtigkeit im Koffer immer noch schwanken kann, insbesondere bei Jahreszeitenwechseln.
- Zu viel Feuchtigkeit kann zu überspannten Saiten und einem dumpfen Ton führen.
- Zu geringe Luftfeuchtigkeit kann zu einer aufgewölbten Decke, Saitenschnarren oder sogar Rissen führen.
Stelle Deine Gitarre nicht in die Nähe von Heizkörpern, Klimaanlagen oder Fenstern mit direkter Sonneneinstrahlung.
Profi-Tipp: Schließe Deinen Gitarrenkoffer beim Spielen immer. So bleibt das Mikroklima im Koffer stabil und Dein Instrument ist geschützt, sobald Du es es wieder hineinlegst.