Michele Della Giustina

Michele Della Giustina, geboren 1962 in Vittorio Veneto, gehört seit den 1990er-Jahren zu den prägenden italienischen Gitarrenbauern. Ausgebildet am Konservatorium Udine und stark beeinflusst von Carlo Raspagni sowie Kazuo Sato, verbindet er traditionelle italienische Gitarrenbauästhetik mit modernem Klangdenken. Über 420 Instrumente hat er weltweit etabliert – besonders in Japan, den USA und China. Seine Gitarren zeichnen sich durch nuancierten Klang, ausgewogene Projektion und raffinierte Baukonzepte aus, etwa sein Fichte-Ahorn-„italienisches Konzeptinstrument“ oder sein modernes „Concept“-Modell. Als Lehrer und Mentor hat er zahlreiche Schüler ausgebildet und gilt als wichtige Stimme der zeitgenössischen italienischen Gitarrentradition.

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Michele Della Giustina – Gitarrenbauer

Michele Della Giustina, geboren 1962 in Vittorio Veneto, hat sich seit seinem Abschluss am Konservatorium in Udine im Jahr 1990 als bedeutender Gitarrenbauer etabliert. Seine Ausbildung begann unter Maestro Carlo Raspagni, dessen Einfluss seine handwerkliche Entwicklung nachhaltig prägte. Eine entscheidende Begegnung fand mit dem japanischen Gitarrenbauer Kazuo Sato statt, die zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Niibori Guitar Music Academy in Japan führte und 2003 in einem Vortrag über Geigenbau in deren Tokioter Hauptsitz mündete.

2004 betreute Della Giustina den japanischen Schüler Hiroyuki Arai zwei Monate lang in seiner Werkstatt – ein Austausch, der beide Seiten bereicherte. Die Teilnahme an den Conventions der Guitar Foundation of America in Montreal (2004) und Columbus–Atlanta (2006) öffnete ihm den amerikanischen Markt. Eine Einladung des NBC-Journalisten Ramon Zayas nach New York verschaffte ihm zudem Zugang zur Gitarrenszene der Ostküste.

2007 folgte ein Aufenthalt am Konservatorium von Shanghai als Gast von Maestro Danny Yeh, verbunden mit einem Vortrag beim Quindao Gitarrenfestival. Zuletzt wurde Della Giustina 2023 am Nationalen Musikinstitut in Krakau für seine Verdienste um die klassische Gitarre geehrt. Mit inzwischen über 420 gefertigten Instrumenten ist seine Arbeit weltweit gefragt – in Japan, den USA, China, Südkorea, Taiwan, Kolumbien, Brasilien, Europa und Italien.

Seine Instrumente vereinen historisches Wissen, akustische Sensibilität und zeitgenössischen Anspruch. Aktuell arbeitet er sowohl an einem „italienischen Konzeptinstrument“ aus Fichte und Ahorn, das sich an der italienischen Tradition orientiert, als auch an einem „Concept“-Modell mit Sinker-Cedar-Decke und Mooreiche-Boden, das klanglich zwischen Vergangenheit und Zukunft vermittelt.

Neben dem Instrumentenbau widmet er sich intensiv der Ausbildung: Rund zwanzig Schüler haben in seiner Werkstatt eigene Gitarren gefertigt. Della Giustina lebt und arbeitet in einem Bergdorf in der Provinz Belluno, umgeben von Natur, seiner Frau Viviana, ihrem Sohn Vassili sowie zahlreichen Haus- und Wildtieren – ein lebendiger Teil der italienischen Gitarrenbautradition.