Sakurai & Kohno

Masaru Kohno (1926–1998) gilt als bedeutendster japanischer Gitarrenbauer und als einer der führenden Luthiers des 20. Jahrhunderts. Nach seiner Ausbildung in Spanien bei Arcangel Fernandez und inspiriert von Ignacio Fleta entwickelte er in Tokio ab 1960 eigene, kraftvolle und ausgewogen klingende „Torres“-Modelle. Seine Gitarren erhielten internationale Anerkennung, darunter die Goldmedaille beim Queen-Elizabeth-Wettbewerb 1967, und sind bekannt für ihre Klarheit, Balance und herausragende Verarbeitungsqualität. Zudem prägte Kohno eine ganze Generation japanischer Gitarrenbauer und hinterließ ein weltweites musikalisches Erbe.

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Masaru Kohno – Gitarrenbauer

Grundlagen und frühe Entwicklung

Masaru Kohno, der bereits als bester Gitarrenbauer Japans galt, studierte bei Fleta in Barcelona. Nach seiner Rückkehr nach Tokio im Jahr 1960 widerlegte er das westliche Klischee japanischer Produktion, indem er keinerlei Interesse zeigte, höfliche Imitationen spanischer Gitarren herzustellen. Stattdessen stellte er die damalige Dominanz der etablierten Gitarrenbauer infrage.

Innovationen und Anerkennung

Er entwickelte sein eigenes „Torres“-Modell mit einem komfortablen Hals für kleinere und weniger kräftige Hände als die Segovias, kombiniert mit einer starken Stimme, brillanten Höhen und klaren Bässen. Schon bald gewannen seine Gitarren den prestigeträchtigen Queen-Elizabeth-Preis für ihren Klang. Ende der 1960er hatten Kohnos Gitarren nicht nur weltweit den Ruf höchster Qualität zu erschwinglichen Preisen, sondern die Nachfrage überstieg sein Produktionsvolumen bei Weitem.

Werkstatt und Expansion

Mit der Unterstützung seines Neffen (Sakurai) reagierte er mit einer modernen Werkstatt und bot der Welt über zwei Jahrzehnte hinweg eine qualitativ hochwertige Alternative zu Ramirez. Kohnos Marktanteil wuchs bis Mitte der 1980er Jahre, als ein allgemeiner Rückgang der Gitarrennachfrage nach über 30 Jahren Wachstum auch Kohno und andere große Gitarrenbauer traf.

Vermächtnis und Einfluss

Wie in Madrid, wo viele Handwerker aus der Ramirez-Werkstatt hervorgingen, waren auch viele der besten unabhängigen Gitarrenbauer Tokios der 1970er Jahre ehemalige Kohno-Mitarbeiter. Masaru Kohno (1926–1998) gilt nicht nur als bedeutendster Gitarrenbauer Japans, sondern auch als einer der besten weltweit.

Hintergrund und europäische Lehrjahre

Er wurde in Mito City, Japan, geboren und schloss 1948 sein Studium an der Tokyo School of Arts and Crafts mit einem Abschluss in Holzverarbeitung ab. In dieser Zeit entwickelte er sein Interesse am Gitarrenbau und reiste 1959 nach Spanien, um das Handwerk zu erlernen.

Zeit bei Arcangel Fernandez

Kohno verbrachte sechs Monate in der Werkstatt von Arcangel Fernandez. Obwohl keiner die Sprache des anderen sprach, fanden sie Wege der Verständigung. Kohnos Lehrzeit bestand größtenteils daraus, still und aufmerksam das Arbeiten des Meisters zu beobachten.

Anerkennung und internationaler Einfluss

Sein stilles Lernen zahlte sich aus. Nach seiner Rückkehr nach Tokio gründete er seine eigene Werkstatt und gewann schnell Anerkennung unter japanischen Gitarristen. Sein internationaler Durchbruch gelang 1967, als er beim Internationalen Gitarrenbauwettbewerb „Elizabeth Concourse“ in Belgien die Goldmedaille erhielt. Die Jury bestand aus Ignacio Fleta, Robert Bouchet, Joaquín Rodrigo und Alirio Díaz.

Künstler, die Kohno-Gitarren spielten

Seitdem spielten zahlreiche weltbekannte Gitarristen Kohno-Instrumente, darunter Julian Bream, Oscar Ghiglia und Sharon Isbin.